Freimaurer –  der richtige Weg

Gral

Symbolisch die Maxime des Reinen, Guten, dessen, was sich lohnt zu Schützen und zu Bewahren.

 
Um das Jahr 1180 wurde der europäischen Menschheit in Form von dichterischen Bildern, die stark auf die Gemütskräfte wirken, eine Art Widerspiegelung des Gralsgeschehens übergeben.

Damals fasste Chrestien de Troyes die Geschichte von »Perceval« in Reime, und Robert de Boron, wahrscheinlich ein Landadliger aus Burgund, schrieb die Versdichtung »Le Roman de l’Estoire dou Graal«.

Während Chrestien vom Gral als einem goldgewirkten Gefäß (li graaus … de fin or esmeré estoit) erzählte, ohne seine Herkunft näher zu bestimmen, wußte Robert als erster von der Geschichte des Grals und seiner Diener zu berichten: Der Gral sei das Gefäß (el vaissel), mit dem Christus Jesus das Abendmahl begangen und das Sein Blut am Kreuz auf Golgatha empfangen habe. Joseph von Arimathia habe dieses Gefäß schließlich nach Europa »in die weiten Täler von Avalon« (vers Occident es Vaus d’Avaron) bringen lassen, in den Südwesten Britanniens, wo eine Tafelrunde gestiftet wurde, die sich dem Dienst am Gral weihte.

Die früheste bekannte geschichtliche Erwähnung einer Schale mit dem heiligen Blut des Erlösers findet sich in den Archiven des Klosters S. Juan de la Peña.

Der Gralsstoff ist von Richard Wagner in seinem Bühnenweihfestspiel „Parzival“ elegisch verarbeitet worden. Das Libretto schrieb er selber, wobei er sich zum Teil auf Troyes stützt.

Der Name unserer Johannisloge wurde unter dem Einfluss des ersten Logenmeisters, Clemenz Schulz, Pastor auf St.Pauli (gleichnamige Strasse dortselbst), ausgewählt. Man sagt, dass Schulz ein Wagner-Liebhaber war. Dass der 100. Todestag Richard Wagners in das Gründungsjahr 1913, der JL „Zum Gral“ fiel mag Zufall sein. In jedem Fall ist es eine hehre, verantwortungsvolle  Aufgabe, das Gralssymbol zu ehren.

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